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AUGUST VON PLATEN



Tyche






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August Von Platen

Auf dieser kleinen Anhöhe gewachsen, wo ich bin, sehe ich die Zypressen rundum sein Grab. Sie geben diesem Ort einen Schein der Heiligkeit, etwas, das zur Meditation einlädt. Es scheint ob sie wären das Dach eines Tempels, das errichtet wurde, um über die Unsterblichkeit des Gedichts zu meditieren. Es gibt keine Glasfenster mit Szenen aus der Bibel, sondern Risse in einen tiefen blauen Himmel, von denen ein Sonnenstrahl eindringt, um dieses Grab zu beleuchten. Hier die Nacht, von den Sternen beleuchtet, verrät das Unendliches und die Ewigkeit. Hier scheint der Zauber der Geschichte. Rund um dieses Grabmal, mit glänzenden Schwertern bewaffnet, kommen die Geister der Goten zu weinen; wie sie es, auf den Knien gelegen, am Grab Alarichs taten. Hier, beim Einbruch der Dunkelheit, aus dem Norden angekommen, gehen in einer Prozession blonde weiße Jungfrauen mit Kopf von Lorbeerkränzen umgeben und Lilien in der Hand. Sie singen die Lieder der Edda und Ritter in Brokat gekleidet im Chor begleiten. Hier mit langsamen Schritten in purpurroten Mantel gekleidet kommen die Priester; bei schwachem Licht von Kerzen, rezitieren sie das Lied der Toten. Hier Vestalinnen, mit edlen Halsketten geschmückt, geschwungene Tanzbewegungen ausdrucken und, gebrannt mit dem Feuer der Sinnesfreuden, zum Tempel der Vesta zurückkehren. Hier kommen Lichtblitze, schwangere Wolken und heulende Winde, die die Eiche entblättern. Abgebrochene Äste und Spiralen der nassen Blätter verlassen die eisigen Weiten der Wälder und, durch kalte Atemzüge angetrieben, in Richtung der Regenbogen des Mittelmeeres führen. Hier liegt er, wo diejenigen, wie ihn noch lesen Seiten der alten Geschichte, wo wir alle gehen, um den Sinn unserer Existenz zu entdecken. Für einen Mann von der klassischen Welt fasziniert, welche Platz besser als dieses, wo Artefakte der alten sikulischen, griechischen und römischen Zivilisationen bezeugen unsere Reise und seine Gegenwart ehren?




Fonte: Antonino Tordonato: Com’è lontana la mia Sicilia! ISBN 978-88-95936-04-8 Morrone Editore Siracusa

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Das Grab im Busento

Nächtlich am Busento lispeln bei Cosenza dumpfe Lieder. Aus den Wassern schallt es Antwort, in den Wirbeln klingt es wider.

Und den Fluss hinauf, hinunter zieh´n die Schatten tapfrer Goten, Die den Alarich beweinen, ihres Volkes besten Toten.

Allzu früh und fern der Heimat mussten sie ihn hier begraben, Während noch die Jugendlocken seine Schultern blond umgaben.

Und am Ufer des Busento reihten sie sich um die Wette. Um die Strömung abzuleiten gruben sie ein frisches Bette.

In der wogenleeren Höhlung wühlten sie empor die Erde, Senkten tief hinein den Leichnam mit der Rüstung auf dem Pferde.

Deckten dann mit Erde wieder ihn und seine stolze Habe, Dass die hohen Stromgewächse wüchsen aus dem Heldengrabe.

Abgelenkt zum zweiten Male, ward der Fluss herbeigezogen. Mächtig in ihr altes Bette schäumten die Busentowogen.

Und es sang ein Chor von Männern "Schlaf in deinen Heldenehren! Keines Römers schnöde Habsucht soll dir je dein Grab versehren!"

Sangen´s, und die Lobgesänge tönten fort im Gotenheere. Wälze sie, Busentowelle, wälze sie von Meer zu Meere!


La tomba del Busento
Cupi a notte canti suonano da Cosenza su'l Busento, cupo il fiume gli rimormora dal suo gorgo sonnolento.

Su e giù pe 'l fiume passano e ripassano ombre lente: Alarico i Goti piangono il gran morto di lor gente.

Ahi sì presto e da la patria così lungi avrà il riposo mentre ancor bionda per gli òmeri va la chioma al poderoso!

Del Busento ecco si schierano su le sponde i Goti a pruova, e dal corso usato il piegano dischiudendo una via nuova.

Dove l'onde pria muggivano, cavan, cavano la terra; e profondo il corpo calano a cavallo, armato in guerra.

Lui di terra anche ricoprono e gli arnesi d'or lucenti: de l'eroe crescan su l'umida fossa l'erbe de i torrenti!

Poi, ridotto ai noti tramiti, il Busento lasciò l'onde per l'antico letto valide spumeggiar tra le due sponde.

Cantò allora un coro d'uomini: "Dormi, o re, nella tua gloria! Man romana mai non violi la tua tomba e la memoria!"

Cantò, e lungo il canto udivasi per le schiere gote errare: recal tu, Busento rapido, recal tu da mare a mare.
(trad, di G.Carducci)








Siracusa, villa Landolina: il luogo dove Augusto Von Platen giace dopo avervi trascorso l'ultimo mese della sua vita.










Geschichte des Grabmals

Das Schicksal dieses Grab war nicht unähnlich dem unruhigen Leben des Dichters. Im Laufe ihrer Geschichte war dieses Denkmal beschädigt, verschoben und wieder aufgebaut. Diese Tatsache zeigt, wie viele Solidarität der Dichter von Freunden und Verehrern zu Hause und in Sizilien erhalten hat. Als August Von Platen starb im Jahre 1835 entschied sein Freund und Gönner Baron Mario Landolina ein Grab in der Grenzwand seines Hauses bauen lassen, neben anderen Gräbern, wo begraben sind die britischen Offiziere, die, unter Admiral Horatio Nelson fielen in der Seeschlacht von Abukir gegen Napoleon. An die Wand gelehnt, wurde ein Denkmal aus Marmorplatten errichtet, wo die Wappen und die Inschrift eingraviert wurden. Nach dreißig Jahren, wurde das Denkmal schon durch Unwetter sehr beschädigt.

Ein Artikel veröffentlicht in der Illustrierte Zeitung von Leipzig am 16. Januar 1869 bekannt gab, dass das Denkmal, fast dreißig Jahre nach seinem Bau, vom Wetterunbilden schon sehr beschädigt war und ein neues Denkmal war bereits kurz vor der Vervollständigung. In der gleichen Ausgabe der Zeitschrift gab es eine Darstellung der Kopie des vorherigen Denkmals aus dem Jahr 1862. Am 26. März 1870 gab die illustrierte Zeitung bekannt, dass das neue Denkmal für den Dichter Von Platen bereits abgeschlossen und am 24. Oktober 1869 eingeweiht gewesen war. Der Artikel gibt eine detaillierte Beschreibung der Zeremonie als auch das Bild des neuen Denkmals.

Dieses Denkmal, 1869 errichtet, wurde lange verlassen und vergessen. Als im Jahr 1988 das archäologische Museum eingeweiht wurde und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, waren das Grab des Augustus Von Platen und die andere Gräber des evangelischen Friedhofs an den Rändern der Villa Landolina nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Viele der Besucher waren nicht bewusst, dass es in der Villa auch das Grab des deutschen Dichters gebe. Diejenige, die von dem Grab wussten konnten es nicht besuchen, weil das Grab nicht ausgeschildert war. Seit vielen Jahren war es, als ob kein Grab war da.

Im Juni 2002 ging ich in die Villa Landolina, um einen möglichen Zugriff auf das Grab zu finden. Ich ging nach Norden entlang des Umfassungsmauer, der zwischen der Villa und der Via Von Platen steht. Ein schmaler und unpraktisch Pfad mit Unkraut und Sträucher abgedeckt führte mich zu einer überragenden Felsenbank. Ich konnte kaum eine Steintreppe auf dem Felsen erkennen: einige Stufen waren sehr abgenutzt, andere waren zu Felsenspitzen geworden, wo es unmöglich war, einen Fuß zu stützen. Von dem Wunsch angetrieben, trotzte ich dem Gefahr und schaffte es zu klettern. Nicht weit von mir entfernt, sah ich das Denkmal. Von dem Grab, vollständig durch den hohen trockenen Gras bedeckten, konnte man nur die Säule sehen. Von Platen wurde in diesem Zustand verwandelt.

Das Denkmal war seit vielen Jahren verlassen und vergessen worden. So tief war meine Mitleid, dass nach einiger Zeit wollte ich eine Erzählung schreiben. Das Grab überhaupt nicht verdiente, so vernachlässigt zu werden. Es war dank der Bürgerinnen und Bürger der bayerischen Ansbach, die die notwendigen Kosten übernahmen , um das Denkmal wieder herzustellen und den Weg für einen Besuch zugänglich machen. Die Veranstaltung für die Präsentation des restaurierten Denkmal fand am 24. Oktober 2012 statt. Anwesend auf der Veranstaltung waren: eine Delegation von Bürgern aus Ansbach, darunter ein Nachfahre der Dichter; eine Reihe von Mitgliedern der deutsch-italienischen Verein von Syrakus; der Wiederhersteller des Denkmals Frau Annalisa Storaci; einige Forscher und Bewunderer des Dichters unter ihnen Herr Cesare Samà, fleißig Forscher in verschiedenen Bereichen der Kultur Syrakus'. Prof. Gunnar Och, Dozent für Germanistik an der FAU (Friedrich-Alexander-Universität) Erlangen bereicherte die Veranstaltung mit einem sehr interessanten Vortrag über die Geschichte des Grabes von Augustus Von Platen. Der Verband ACIT (Associazione Culturale Italo Tedesca) von Syrakus hat einen Online-Film der Restaurierung des Grabmal fertig gestellt.

Enthüllung des restaurierten Grabes von Augustus Von Platen