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Heiligtum der Hl. Jungfrau der Tränen

Das Heiligtum der heiligen Jungfrau der Tränen befindet sich in Viale Teocrito der Villa Landolina gegenüber. In wenigen geheminuten erreichen Sie die Kirche San Giovanni, die Katakomben und das Museo Archeologico Regionale Paolo Orsi. Das Wunder des Tränenflusses an einem Gipsbild mit der Darstellung einer Madonna geschah vom 29. August bis zum 1. September des Jahres 1953 in der Via degli Orti, einer Straße inmitten Syrakus´. Die Madonnenstatue aus Gips stand in einer kleinen Wohnung in dieser Straße am Kopfende des Ehebettes einer armseligen Familie. Freunde und Nachbarn der Eheleute konnten erstaunt bestätigen dass es nicht eine Halluzination war, sondern dass dies auch wirklich geschah und keine Vorstellung war. Das Wunder wiederholte sich sowohl innerhalb als auch außerhalb des Hauses. In der Tat wurde das Bild außerhalb des Hauses aufgestellt, um allen Menschen die Möglichkeit zu geben, das ungewöhnliche Ereignis mit eigenen Augen zu beglaubigen. Die Stimme des Ereignisses war so schnell, dass innerhalb weniger Stunden Tausende von Menschen von überall hergekommen waren. Medizinisch-wissenschaftliche Untersuchungen auf Struktur des Gipsbildes und möglichen natürlichen Ursachen kamen zum Ergebnis, dass es sich wirklich um menschliche Tränen handelte. Das Bekanntwerden des Tränenwunders provozierte einen unglaublichen Leutezustrom in die Stadt aus ganzem Sizilien. Menschenmengen von Pilgern, Kranken und Neugierigen wurden vom Ereignis angezogen. Es entstand ein wahrer Kult um das Devotionsbild. In Erwartung ein Heiligtum zu errichten, wurde eine weiträumige Stahlkonstruktion, eine Art unter-freiem-Himmel-Kirche ohne Wände, in Euripides Platz gebaut. Das Heiligtum, in dem das Madonnenbild sich heute befindet, wurde 1957 von französischen Architekten Michel Audralt und Pierre Parat entworfen. 1966 begannen die Arbeiten dieses wirklich atemberaubenden hochmodernen Gebäudes. Das monumentale Heiligtum, das mit seinem stolzen Höhe von 74 m die Stadt beherrscht, erhebt sich zwischen Piazza Vittoria und Viale Teocrito. Bei den Aushebungen für die Fundamente Überreste eines Demeter-Heiligtums sowie eine Wohnsiedlung aus dem 6. Jahrhundert freigelegt wurden. Auf einer Gesamtfläche von 4700 m2 errichtet, einschließt das Gebäude eine Unterkirche (Krypta) und eine Oberkirche, die bis zu 11000 Personen enthält. 1994 wurde das Heiligtum von Papst Johannes Paul II geweiht. Heute ist es das Ziel von Pilgern die zu tausenden in allen Jahreszeiten kommen, um dem Wunder gedenken.