Siracusa





Porta Marina

Die Porta Marina, das durch die einstigen spanischen Befestigungen führende Stadttor, weist typische Merkmale katalanischer Baukunst auf. Es befindet sich im Herzen des Hafenviertels. Es ist das einzige Tor von spanischer Herkunft, das, nach dem Abriss der spanischen Mauer und Türen während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, geblieben ist. Es wurde im fünfzehnten Jahrhundert gebaut, aber während der Herrschaft der Bourbonen wurde es modifiziert und unter den mächtigen Befestigungsanlagen der Insel aufgenommen. Trotz des starken Erdbebens von 1693, hat das Tor ausgehalten und immer noch sein katalanisches Aussehen behält. Dieser Ort hat eine außerordentliche historische Bedeutung. Dank ihrer geografischen Lage war Syrakus im Mittelpunkt des Netzes der Handelsstraßen, daher das wichtigste Handelzentrum im Mittelmeer. Hier war der größte Markt in der mittelalterlichen Stadt. Griechische Kaufleute, Araber und Normannen importierten und gehandelten Waren aller Art. Räume und Gassen, die vom Duft feilgebotener Gewürze wie Safran, Koriander und Ingwer erfüllt waren, schienen wie ein unendlicher Basar mit Lederwaren, handgewebten Stoffen, orientalischen Teppichen und bunter Keramik, Getreide, Sklaven. Ganz in der Nähe der Porta Marina, entlang der Foro Italico, gibt es noch die Quelle der Sklaven. Wie noch heute war das Handeln sehr laut und von arabischer Musik belustigt. Es war ein Ambiente, wo arabische Innenhöfe und jasminbewachsenen Zitrusgärten Opulenz und Luxus bewiesen.