La Necropoli di Pantalica Die Nekropolis von Pantalica




Escursioni




Pantálica – Nekropolen und Schluchten



Pantalica war einst eine Bergsiedlung auf den Hybläischen Bergen. Gegründet von der Küstenbevölkerung, wurde sie im Mittelalter zum Zufluchtsort der Völker, die auf der Flucht von den neuen Mächten waren. Die Felswohnungen und in den Stein gehauenen Kapellen von Pantalica zeugen von der Flucht der Bevölkerung aus den von Sarazenischen Überfällen gefährdeten Städten ins Landesinnere. Pantalica zeigt eine eigene landschaftliche Schönheit: wir befinden uns in einer Naturoase mit beeindruckenden Pflanzenarten (Anemonen, Orchideen, Oleander, Platanen und Karubenbäume) und Tierarten wie Wanderfalken, Füchse und Flusskrebse. Mit festen Wanderschuhen kann man sich aber eine richtig flotte Rundwanderung bergauf und bergab aussuchen. Wenn Sie Schluchten und Flüsse mögen, dann ist Pantálica sicherlich etwas für Sie. Die Schlucht, welche sich südlich des kleinen Städtchens Sortinos erstreckt (bzw. östlich von Ferla), ist ein Muss für Wanderfans und Naturbegeisterte. In den Wänden der Schlucht sind etliche Höhlen zu sehen, Nekropolen, alte Grabstätten die bereits zum Teil in der Jungsteinzeit angelegt wurden, eindrucksvolle Zeitzeugen aus dem Beginn der menschlichen Zivilisation. Zu den bekanntesten antiken Grabstätten zählen die Grabstätten von Pantalica. Diese Nekropolis ist eigentlich die größte Totenstadt des Mittelmeerbeckens. Sie verfügt über 5.000 kleinen künstlichen Felskammergräber vom 13. bis zum 7. Jahrhundert vor Christus. Da befinden sich auch Überreste aus der byzantinischen Zeit, unter denen die Grundmauerwerke des Prinzpalasts, der Anaktoron. Wenn man das alles sieht, dann lässt sich die Eindruck haben eine Bienenwabe zu bewundern. Die Gräber gehören zu verschiedene Zeiten und nach einigen Spuren geht die Siedlung mindestens zu zwei tausend Jahre zurück vor der Ankunft der Griechen in Sizilien. Gemeinsam mit Syrakus wurde Pantalica im Jahr 2005 auf die UNESCO-Welterbeliste gesetzt. Sie stellt ein Beweis für die Entwicklung der menschlichen Kultur in den letzten 3500 Jahren dar. Da die Gräber sich auf abschüssigen wänden befinden, bieten sie eine sehr eindrucksvolle Sicht. Die Necropoli steht auf einer Höhe von ca. 400 Metern in der Schlucht von Anapo (Valle dell‘Anapo) und das ganze Naturschutzgebiet von archäologischer sowie botanischer Interesse ist.

Das Land der Sikuler

Im 13. Jahrhundert v. Chr. wanderten die Sikuler vom italienischen Festland ein. Nach Thukydides die ersten bekannten Kolonisatoren auf Ostsizilien, vor dem Ankunft der Griechen, waren die Sikuler. Die Sikuler stammten aus Sud Italien und waren die Gründer von Neai, Eloro und Pantalika. Neai, die zukunftige Noto Antica genannt, dessen Ruinen 15 km von Noto entfernt noch sichtbar sind, liegt auf dem Gipfel des Bergs Alveria in der Hochebene der Hybläischen Bergen. Aus den östlichen Küstengebieten verdrängten sie die ursprünglich dort lebenden Sikaner, die daraufhin im Landesinnern Schutz suchten. Doch nachdem ab 735 v. Chr. die griechische Kolonisation auf Sizilien begann, endete die Blütezeit ihrer städte. Am Anfang nahmen die Sikuler auch griechische Lebensweisen an und wurden zu einem gewissen Maß hellenisiert. Erst allmählich wurden sie immer mehr zurückgedrängt. Unter diesen Umständen brach der Aufstand der Sikuler gegen die griechische Vormachtstellung auf. Nach Legende griff Duketios, ein Führer der Sikuler, griechische Städte im Landesinneren an, z. B. Morgantina, und zerstörte sie. Ausgrabungen brachten die sikulische Nekropole, hellenistische Gräber und Katakomben zum Vorschein. Später in der byzantinischen Zeit dienten die Gräber gelegentlich als Behausung oder wurden zu Kapellen umgebaut. Hoch über dem Tal des Anapo (Pantalica) und der Cava Grande lag einst die Hauptstadt der Sikuler, deren Bewohner in den Grabhöhlen bestattet wurden. Bis heute wurde jedoch nur ein einzelnes Herrenhaus, das Anaktoron, ausgegraben, welches zu besichtigen ist. In späterer Zeit nutzten Christen die Grabhöhlen als Wohnungen und bauten einige zu kleinen Kapellen um. Die einzelnen Grabfunde, wie Keramik, Metallarbeiten, Skelette sowie ein byzantinischer Goldschatz sind im archäologischen Museum in Syrakus zu bewundern.

Die Funde der Sikuler