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Archäologisches Museum "Paolo Orsi"




Das Archäologische Regionalmuseum Paolo Orsi befindet sich im Park der Villa Landolina in Syrakus. Es wurde 1886 von dem Archäologen Paolo Orsi gegründet, der von 1895 bis 1934 auch dessen Direktor war. Bereits 1886 befand sich das Museum zunächst auf der Halbinsel Orthygia. Viele Jahre lang führte Paolo Orsi zahlreiche wichtige Ausgrabungen in Syrakus und anderen Teilen Ostsizilien aus. Im Laufe der Zeit wurde die Fülle von Ausgrabungsfunden so reich dass das alte Museum im Domplatz keinen Raum mehr hatte sie zu enthalten. Außerdem entsprach der Sitz im Domplatz nicht die Erwartungen der modernen musealen Eigenschaften.
Um die Fülle der Exponate (über 18.000) fachgemäß aufzubewahren und zu präsentieren, wurde das neue Museum 1988, hundert Jahre später, auf dem Park der Standort Villa Landolina im Viertel Tyche errichtet. Auf der Nordseite der Viale Teocrito gelegen, war Villa Landolina die aus dem achtzehnten Jahrhundert Sommerresidenze des Adelsmäzens Mario Landolina, der den deutschen Dichter August Von Platen beherbergte. In Erinnerung an den Gründer und ehemaligen Direktor erhielt das Museum den Beinamen Paolo Orsi. Es ist Paolo Orsi zu verdanken, wenn es heute ein der wichtigsten Museen Europas in Syrakus gibt. Die riesige Sammlung der Ausgrabungsresten umfasst Zeiten, die von der Frühgeschichte bis zur Spätantike reichen.


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Archäologisches Museum "Paolo Orsi"

Obergeschoß Plan: Abteilung D


Die Abteilungen des Museums Das ganze Anlage ist ein dreistöckiges Gebäude, das in Form eines Dreiecks angelegt ist. Die Ausstellungsfläche im Erdgeschoß erstreckt sich über 9.000 qm. Im Untergeschoß gibt es die Labor, die Lager und ein Raum für audiovisuelle Medien. Eine runde Halle, vor dem Eingang gelegen, führt in die drei Hauptabteilungen, die sich im Erdgeschoß befinden. Die fierte Abteilung ist im ersten Stockwerk gelegen. Bestimmte Ausstellungskriterien überzeugen den Besucher, dass es um ein wissenschaftlicher Lehrpfad geht. Viele Funden stimulieren seinen Interesse und lassen ihn bedenken. Ein Besuch der Abteilungen dieses Museums gilt wie eine Reise durch die menschliche Geschichte.

Abteilung A thematisiert Siziliens geologische Entstehung, seine Ur- und Vorgeschichte sowie die sikelische Kultur. Diese Kulturen Siziliens werden mit Keramiken, Gräbern, aber auch Gegenständen aus Gold und Silber forgestellt. Dies sind Artefakte, die von Küstensiedlungen (wie Thapsos, Cavagrande, Finocchito, Castelluccio, Spinagallo, Canicattini und Stentinello) über einen Zeitraum von XXV bis VIII Jahrhundert v. Chr., als die griechische Kolonisatoren begannen zu kommen. Die Untersuchung der Artefakte wie Keramiken, Bronzegegenstände (Fibel, Lanzenspitzen, Broschen) und Grabsteine bestätigt, dass diese Siedlungen Handelsbeziehungen mit anderen Zentren des Mittelmeers hielten. Vor allem auf dem Gebiet der Keramiken bemerken wir signifikante Einflüsse aus hellenistischen und asiatischen Zentren. Eine riesige Menge an Keramikscherben in verschiedenen Formen und Arten, Grabsteine, Töpfbruchstücke, Amphoren Griffe, Schalenränder, Feuersteinklingen , Ringe usw. ermöglicht es uns, die Geschichte und Kultur der Sikuler und Griechen, ihre Kolonialherren zu beschreiben. Sehenswert sind Keramiken aus Stentinello, Castelluccio und Thapsos. Besonders nennenswert sind eine Sammlung leuchtend roter Vasen aus der Nekropolis von Pantalica und Bronzewaffen aus der Nekropole bei Caltagirone.

Abteilung B weist die Zeit der griechischen Kolonisation. Zwei verschiedene Bereiche thematisieren die dorischen Kolonien Syrakus und Megara Hyblaea und die ionischen Kolonien Naxos, Mylai, Zankle, Leontinoi und Katane. Aus Leontinoi stammt die Statue eines wunderschönen Kouros, die auf 560-560 v.Chr. datiert ist. Im Bereich Syrakus sehen wir die Friese des Apollon Tempels ausgestellt.

Abteilung C zeigt Exponate aus 660-598 v.Chr. Zu bewundern sind hier Funde aus den umliegenden Tochterstädten von Syrakus wie Eloro, Akrai, Kasmenai und Kamarina. Zahlreich sind auch die Funde aus den griechischen Städten Agrigento und Gela die einen noch tieferen Einblick in die griechische Epoche auf Sizilien vermitteln. Es gibt in diesem Bereich Funde aus verschiedenen hellenisierten Siedlungen im Hinterland Siziliens. Unter denen eine aus Marmor und terrakotta gearbeitete sitzende Gottin (6 Jh. v. Chr.), die in Grammichele gefunden war. Bronzen, Inschriften, Terrakotten, Statuetten, Votivskulpturen, und Keramikfunde aus verschiedenen Epochen und Stilen.

Abteilung D befindet sich am ersten Stock. Es werden Ausgrabungsfunden presentiert, die die Geschichte Syrakusas von Hellenistischen Zeit bis spätrömischen Zeit erzählen. Diese Abteilung enthält griechische und römische Statuen, architektonische Bruchstüke, Karyathiden aus dem griechischen Theater, Graburnen, und verschiedene Artefakte aus Nekropolen von Syrakus, die den antiken Alltag der syrakusischen Gesellschaft documentieren. Einige ausgestelte sehenswerte sind Venus Andolina, die Büste von Vibia Sabine und einige Statuen die im römischen Gymnasium gefunden wurden. Die Abteilung D weist Funden aus hellenistichen und römischen Zeit, die die Zeitspanne von IV Jh. v. Chr. bis V Jh. n. Chr. betrifft. Es werden Keramiken, Marmorstatuen aus Kaiserzeit, architektonische Bruchstüke und gemaltete Terrakotten versammelt. Die meisten von denen kommen aus Syrakus aus. Venus Landolina , nach ihrem Entdecker der Archäologe Saverio Landolina genannt, wurde 1804 in einem kleinen Tempel in Akradina gefunden. Diese Marmorstatue ist eine römische Kopie eines II Jh. n.Chr. griechisches Originals. Sie ist auch als "Venus Anadyomene" (steigt aus dem Meer) bekannt.