Neapolis



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Der Steinbruch des Paradieses



Das ist der größte Steinbruch Latomia del Paradiso, der Paradiessteinbruch von Syrakus. Der heutige archäologische Park Neapoli war in der Antike die Neustadt. Sie entstand während der Blütezeit von Syrakus, als sich hier immer mehr Menschen ansiedelten. Es ist ein der verschiedenen Steinbrüche von Syrakus wo der Kalktuff zum Bau der Gebäude und Stadtmauern gebrochen wurde . Vier antike Steinbrüche verteilen sich im ganzen Park. Der größte und berühmteste Steinbruch ist der Steinbruch des Paradieses (Latomia del Paradiso) der sich direkt nach dem Parkeingang befindet . Mehr als 30 m tief in der Erde zeigt er, dass die Griechen damals ihren Kalkstein unterirdisch abbauten, da dieser durch Feuchtigkeit weicher und damit leichter zu bearbeiten war. Zu den größten Steinbrüchen zählen Latomia del Paradiso und Latomia dei Cappuccini. Die alle waren naturelle Gefängnisse für die 7000 Athener die, 415 v. Chr. die Eroberung der Stadt versuchten. Sie wurden durch die Syrakuser besiegt und in die Steinbrüche eingekerkert. Hier wurden sie gezwungen unter schlimmsten Bedingungen zu arbeiten. Das „Ohr des Dionysios“ ist eine künstliche, in den Fels gehauene Höhle. Sie ist eine S-förmige Höhle, etwa 64 m lang, über 20 m hoch und bis zu 11 m breit. Der Name wurde ihr 1608 von Caravaggio gegeben. Der große Maler war der Meinung, dass Dionysios den akustischen Effekt der ohrförmigen Höhle nutzte, um von ihrem höchsten Teil die Gespräche seiner darin eingesperrten politischen Gefangenen zu belauschen. Doch ist es wahr, dass die Höhle einen ausgezeichneten Akustik weist und jedes leiseste Geräusch relativ laut verstärkt. Das gänzlich in den Felsen gehauene Bauwerk befindet sich in der Nähe des griechischen Theaters
In der Nähe befindet sich die Seilergrotte (Grotta dei Cordari), aus der in der Antike Steine gebrochen wurden. Diese Grotte ist ein Teil der Latomien. Seit 1987 ist sie geschlossen, da Steinschlaggefahr besteht. Aus diesem Grund sind auch die Zugänge zur Latomia Intagliatella und zur Latomia di S. Venera gesperrt. Wegen des feuchten Klimas konnten die Seiler hier ab dem späten 18. Jh. eine Werkstatt eingerichtet, um die natürliche Feuchtigkeit in der Höhle für die Hanfbearbeitung zu nutzen. Diese Höhle ist sehr geräumig mit unregelmäßigen Wänden und einer Decke, die durch dünne Felsensäulen unterstützt wird. Der Fußboden ist mit Wasser bedeckt, das die verschiedenen Farbtöne des Felsens mit ihrem Spiel des Lichtes widerspiegelt. An den Wänden sind noch Spuren zu erkennen, die im Laufe der Zeit tausende von Sklaven hinterließen, während sie das Gestein abbauten.
Wie die Seilmacher-Höhle, waren das Ohr des Dionysios und andere in der Nähe, nicht unter freiem Himmel geöffnet. Wegen der Erdbeben im Laufe der Jahrhunderte, sind sie zusammengebrochen. Die Steinbrüche sind heute in liebliche Gärten umgewandelt. Zwischen riesigen Felsblöcken und alluvialen Materialien überall verstreut, erstreckt ein alter Obstgarten und rund um hat die Natur ihren üppigen grünen Garten mit Palmen, Oleandern, Oleastern und Sukkulenten erstellt.