Cavagrande Die Schlucht von Cavagrande




Escursioni





Aussage eines Besuchers

"Auf dem Plateau angekommen hatten wir einen fantastischen Ausblick auf die Schlucht Cava Grande Nach einem ca. halbstündigen Abstieg, empfing uns im Tal ein atemberaubender Canyon. Kleine Wasserfälle, kleine Steinrutschen und glasklares Wasser luden zum Baden und Relaxen ein. Auch hier kamen wir uns vor wie in einer anderen Welt und es ist immer wieder schön, dass es solche Natur heute noch gibt."

Die Hochebene der Ibleischen Berge ist von tiefen Tälern mit steilen Abhängen durchzogen, die "cave" genannt werden. Das spektakulärste Tal, Cava Grande, liegt 12 Kilometer von Syrakus entfernt und dehnt sich von Avola bis Avola Antica aus. Vom belvedere (Aussichtspunkt) in der Nähe von Avola Antica bietet dieses Tal das beeindruckende Panorama eines Canyons, der die Hochebene in einer Länge von 10 Kilometern durchpflügt. Umgeben von einer gigantischen Landschaft strahlt die Cava Grande eine himmlische Ruhe aus. Einst formten die Wassermassen des Flusses Cassibile eine 250 m tiefe Schlucht, die sogenannte cave, in den weichen Kalkstein der Monti Iblei. Heute plätschert der Fluss seicht durch das Tal und bildet türkisfarbene Wasserbecken, die zum kühlen Bad einladen Die schroffen, überhängenden Wände, mehr als einen Kilometer voneinander entfernt, fallen bis zu einer Tiefe von 300 Metern ab und erschaffen ein imponierendes Szenario von dramatischer, wilder Schönheit. Der Fluss Cassibile, welcher die gewundene, mit üppiger Vegetation bedeckte Talsohle entlang fließt, bildet Wasserfälle und kleine, von Terrassen weißer Felsen umrahmte, Seen mit kristallklarem Wasser. Diese Umgebung, ein Teil des Naturreservats, welches sich auf dem Gebiet von Avola, Noto und Syrakus erstreckt, bietet mediterrane Macchia und dichte Waldgürtel mit Platanen, Pappeln, Eschen, Weiden und Oleanderbüschen voller farbiger Blütenstände. Neben verwobenen Brombeersträuchern wachsen auch aromatische Sträucher wie Salbei, Raute, Oregano und Myrthe. In dieser unberührten Natur unterbricht das Rauschen des Windes die Stille und ruft Empfindungen vom Leben in der Vorzeit in die Erinnerung zurück. In der Tat befinden sich hier Felsendörfer, in die steilen Felswände hinein gehauen und einst von den Sikulern bewohnt. Antike Behausungen und Grabhöhlen, vor mehr als 2000 Jahren entstanden, bedecken die schroffen Felswände und lassen ahnen, wie dramatisch der Dialog zwischen Mensch und Natur gewesen sein muss. Weiter flussaufwärts in der Cava Grande finden sich Verbindungshöhlen und in den Fels gearbeitete Treppen, deren Ursprung bis zur Zeit der arabischen Herrschaft zurückreicht.

Aussightpunkt und Eingang der Schlucht

Spektakulär sind die türkisfarbenen Wasserbecken und Wasserfälle tief unten im Tal.

Üppige Mediterrane Macchia

Die Schlucht Cava Grande del Cassibile ist eines der schönsten Naturerlebnisse auf Sizilien. Umgeben von einer gigantischen Landschaft strahlt die Cava Grande eine himmlische Ruhe aus. Zu finden ist der Canyon inmitten eines Naturreservats mit einer Fläche von 2696 ha. Auf gut 10 Kilometer erstreckt sich diese gigantische Schlucht, gesäumt von üppiger Macchia, duftendem Oleander und riesige Platanen. Diese Umgebung bietet mediterrane Macchia und dichte Waldgürtel mit Platanen, Pappeln, Eschen, Weiden und Oleanderbüschen voller farbiger Blütenstände. Neben verwobenen Brombeersträuchern wachsen auch aromatische Sträucher wie Salbei, Raute, Oregano und Myrthe.

Macchia: Bäume


Macchia: Sträucher


Die felsendörfer von Cava Grande

Wenn Sie aus der Aussichtspunkt (der Eintrittspunkt in den Steinbruch) in Richtung der gegenüberliegenden Wand (Nordwand) schauen und ihren Blick unten nach links bewegen, werden Sie ein Felsendorf treffen. Sie werden eine felsige Treppe sowie aus dem Felsen geschnitzte Wohnorte und Grabhöhlen sehen. Bis ins 8. Jahrhundert v. Chr. besiedeln die Sikuler den östlichen Teil der Insel. Nachdem ab 735 v. Chr. die griechische Kolonisation auf Sizilien beginnt, endet die Blütezeit der Sikuler. Zurückgeschlagen von den Griechen, suchten sie Zuflucht in den Hybläischen Bergen wo sie über Wasser verfügten. Doch sie gründeten ihre Siedlungen in den Fels von Noto Antica, Pantalika und Cava Grande. Die Steingräber in diesen Orten weisen auf eine Nutzung des Gebietes als Nekropole hin. In den Felswänden haben die Sikuler ihre Nekropolen gegründet. Sie haben unzählige Höhlen in den Felsen gehauen und Spuren in Form von Keramik hinterlassen. Später in der byzantinischen Zeit dienten die Gräber gelegentlich als Wohnort oder wurden zu Kapellen umgebaut.


Ansichten auf Cava Grande